Presse

 

Sommerauktion (8. -10. August)

 

  • Vorbericht 

Von Metamorphosen und Momentaufnahmen

 

 

Phantastische Raumillusionen, rätselhafte Metamorphosen und die Unerklärlichkeit der Dinge machten Salvatore Dalí (1904-1989) zu einem der bekanntesten Künstler des Surrealismus. Sein großes druckgrafisches Oeuvre umfasst um die 1500 Radierungen, Holzstiche und Mixed-Media Grafiken. Herausragend sind seine Grafiken zu Klassikern der Weltliteratur, wie Goethes „Faust“ oder Cervantes „Don Quichotte“. Aus der Suite „Mythologie“ (1963/1964) erwartet man mit großer Spannung den Aufruf der Mixed-Media Grafik „Argus“,1963 (Limit 3.500,-). Ein weiteres Highlight der Sommerauktion ist der Teller „Visage soleil N°127“ (Exemplar 90/150) von Pablo Picasso aus der Madoura Edition (Limit 700,-). Auf einer Reise Ende der 1940er Jahre an die Côte d‘Azur entdeckt der Künstler das weiche Licht und die kräftige Farbigkeit der mediterranen Landschaft, die fortan sein Schaffen beeinflussen. Auf einer Ausstellung in Vallauris lernt Picasso die Inhaber der örtlichen Töpferei, Suzanne und Georges Ramié, kennen und beginnt mit ihnen eine 25-jährige Zusammenarbeit. In dieser Zeit werden von ihm zahlreiche farbenfrohe Gebrauchskeramiken entworfen.

Für den deutschen Objektkünstler Günther Uecker (*1930) ist bei seinen weltbekannten monochromen Prägedrucken ebenfalls das Licht ein wichtiges Gestaltungsmittel. Charakteristisch bei den zentralen Arbeiten ist das handgeschöpfte Büttenpapier und die reliefartige, nahezu vibrierende Oberfläche, die er durch intuitives Anordnen von Nägeln auf Holzplatten, die als Druckvorlage dienen, erzeugt. Für den Prägedruck „Bewegtes Feld“ (2001) darf ab 1.900 Euro mitgeboten werden.

Innerhalb der breitgefächerten Gemälde-Offerte, die Kostbarkeiten vom Barock bis zur Moderne zeigt, sticht eine feine Auswahl an impressionistischer Malerei des 20. Jahrhunderts besonders hervor. Hier überzeugen Otto Altenkirchs „Birkenweg am Heller“ (1937), das ein lichtdurchflutetes Birkenwäldchen zeigt (Limit 7.500,-) sowie Otto Dills vibrierende Pinselführung im Gemälde „In Bewegung“ aus dem Jahre 1935 (Limit 3.000,-).

Aus der reichen Offerte mit ungefähr 4.000 Objekten aus über 30 Sammelgebieten fällt das exquisite Angebot an Schmuck und Uhren auf, deren Positionen vor allem aus dem Biedermeier, Jugendstil, Art-Déco und Design stammen. Eine Besonderheit aus der Uhren-Sparte ist die Louis-Seize Kaminuhr (um 1770/80), die durch das aufwendig geschnitzte Holzgehäuse und die reiche Dekoration mit Jahreszeitallegorien und Personifikationen der Erdteile hervorsticht.

Vorbesichtigung: 3. August und 5./6./7. August 2019
Auktionstermin: Donnerstag, 8. August bis Samstag, 10. August 

 

Frühjahrsauktion (4.-6. April)

 

  • Vorbericht

 

Von Uecker bis Industrial Design 

Vom 4. - 6. April findet im Auktionshaus Franke in Nürnberg, das im Oktober 2019 sein zehnjähriges Bestehen feiert, die traditionelle Frühjahrsauktion statt. Die reiche Offerte aus über 30 Sammelgebieten umfasst etwa 3900 hochwertige Objekte, vornehmlich Ikonen der zeitgenössischen Kunst und des Produktdesigns. Auch Liebhaber und Sammler von Porzellan, Glas, Silber, Möbeln, Spielzeug und Teppichen finden bei der Auktion ein ausgewähltes Sortiment vor. Das Warensortiment wird durch das exquisite Angebot an Schmuck und Uhren ergänzt, deren über 1000 Lots vor allem aus dem Biedermeier, Jugendstil, Art-Déco und Design stammen. 
 
Man erwartet mit großer Spannung den Aufruf zweier Prägedrucke von Günther Uecker: „Strömung (Schwarz Weiß) I und II“ (2005), Prägedruck mit Lithographie (Limit 1.900,-) und „Strömung II“ (2003), Prägegrafik auf handgeschöpftem Büttenpapier (Limit 2.900,-). Für den deutschen Objektkünstler Günther Uecker (*1930) ist der Nagel, mit dem er seine weltbekannten monochromen Prägedrucke geschaffen hat, Werkzeug, bildnerisches Gestaltungsmittel und Ideenträger zugleich. Charakteristisch bei den zentralen Arbeiten ist das handgeschöpfte Büttenpapier und die reliefartige, nahezu vibrierende Oberfläche. Durch intuitives Anordnen der Nägel auf Holzplatten, die als Druckvorlage dienen, erzeugt der Künstler dynamische Spiralbilder. Die so geschaffenen, bildnerisch strukturierten Licht- und Schattenspiele lassen seine Werke der kinetischen Kunst zuordnen. 
Das sanfte Spiel von Licht und Schatten ist auch bei dem „meistgeklauten Designer der Gegenwart“, dem Produktdesigner Wolf Karnagel, ein zentrales Thema. Seine zeitlosen Entwürfe für Tafelservice oder Vasen aus geschwungenen Formen, Rillen und schuppenartigen Vernetzungen, deren Gebilde an stilisierte Naturmotive erinnern, verbinden edle Ästhetik und einfache Funktionalität. Bekannt wurde Karnagel vor allem in den 1990er Jahren für sein Bordgeschirr für Lufthansa. Auch das seit 1979 sorgsam und ansprechend entworfene Reliefservice für Hutschenreuther gilt bis heute als kleines Meisterstück. Bei einer feinen Auswahl an Gourmettellern mit dem markanten Schuppendekor der Scala Serie darf ab 80 Euro mitgeboten werden. 
Innerhalb der breitgefächerten Gemälde-Offerte, die Kostbarkeiten vom Barock bis zur Moderne zeigt, sticht eine feine Auswahl an russischer Malerei des 20. Jahrhunderts besonders hervor. Hier überzeugt N.A. Sokolovs (1903-2000) Gemälde „Auf dem Oka-Fluss“ (1978). Sokolov gilt als Meister auf dem Gebiet der Landschaftsdarstellungen, der seine russische Heimat mit unvergleichlicher Schönheit wiedergibt. 
Ein weiteres Highlight der Auktion ist der 1952 von Picasso entworfene Teller „Picador“ aus der Keramik-Sparte, auf dem ein reitender Stierkämpfer zu sehen ist. Der Startpreis liegt bei 250 Euro.  
In der Schmuck-Rubrik glänzt besonders ein Damenring mit feiner Qualität, dessen Ringkopf mit einem Aquamarin (ca. 4,8ct) und zwei Brillanten besetzt ist. Er wird zum Limitpreis von 800 Euro versteigert. 

Vorbesichtigung: 30. März (ab 14 Uhr) und 1./2./3. April 2019 (ab 10 Uhr)
Auktionstermin: Donnerstag, 4. April (ab 14 Uhr) bis Samstag 6. April (je ab 10 Uhr) 2019